Suchtprävention

„Sucht ist das unabweisbare Verlangen nach einem bestimmten Erlebniszustand. Diesem Verlangen werden die Kräfte des Verstandes untergeordnet. Es beeinträchtigt die freie Entfaltung einer Persönlichkeit und zerstört die sozialen Bindungen und die sozialen Chancen eines Individuums.“ (Klaus Wanke, In: Süchtiges Verhalten. Hrsg.: Deutsche Hauptstelle gegen die Suchtgefahren. Hamm. Hoheneck 1985. S.20).

Dies ist nur eine von vielen Definitionen. Sie stellt nicht eine Substanz in den Mittelpunkt des Geschehens, sondern den Menschen als eigenständiges Wesen mit seiner eigenen Geschichte und seinem ganz persönlichen Erleben und Verhalten. Beleuchtet man weiterhin Ursachen für die Entstehung einer Sucht bzw. für das Widerstehen, so findet man auch hier so viele Wege wie Personen.

Wo aber ist der Ansatzpunkt für Suchtprävention in der Schule?

Setzte man früher mehr auf Abschreckung, wird heute Suchtarbeit als Beziehungsarbeit gesehen. Ein starkes Selbstwertgefühl und ein hohes Maß an Selbstvertrauen sollen die Schüler dazu befähigen, ihre eigene Persönlichkeit zu entwickeln, um ein selbst bestimmtes Leben zu führen.

Eine Schulgemeinschaft, die gegenseitige Achtung und Wertschätzung als zentrale Punkte des Miteinanders erachtet, bietet eine gute Ausgangsposition, damit Schüler ihre Persönlichkeit entwickeln können.

Alleine die zahlreichen Arbeitsgemeinschaften der unterschiedlichsten Bereiche (Musik, Technik, Kunst, Theater, Sprache, Sport,…) bieten den Schülern Möglichkeiten, ihre Stärken zu entdecken, sie auszubauen und in der Gemeinschaft einzubringen. Sie können ihre Freizeit sinnvoll miteinander gestalten und müssen nicht außerhalb nach einem „Kick“ suchen. Schon das ist Suchtprävention.

Unterrichtsgänge, Klassen- und Kursfahrten zu den verschiedensten Zielen und mit unterschiedlichen Inhalten, die helfen die Welt mit anderen Augen zu sehen und sich für Neues zu öffnen, das gemeinschaftliche Genießen schöner Erlebnisse ohne Suchtpotenzial und das Aufzeigen von Lösungsstrategien bei Problemen in der Gemeinschaft, das ist Suchtprävention.

Die Vermittlung von Wissen und Risikokompetenzen im Umgang mit legalen und illegalen Substanzen innerhalb des Unterrichts und an außerschulischen Lernorten (z.B. Caritasklinik) ist ebenfalls Suchtprävention.

Dies sind nur einige Beispiele, die zeigen, dass Prävention bereits in unseren Schulalltag integriert ist, ohne dass sie als solche hervorgehoben wird.

Im Folgenden werden einige Aktionen genauer beschrieben, die an der Marienschule explizit dem Bereich Suchtprävention zugeordnet werden.

 

 

  • Teilnahme am Wettbewerb: Be smart – Don’t start

Alle Jahre wieder nehmen unsere Klassen 6-8 am Wettbewerb Be smart – Don’t start des IFT-Nord teil. Die Teilnahme ist freiwillig. Ziel ist es, Schüler für die Gefahren des Rauchens zu sensibilisieren. Dies gelingt in der Klassenstufe 6 besonders gut, da im Unterrichtsfach Naturwissenschaften das Thema „Rauchen“ im Lehrplan verankert ist.

Im Wettbewerb verpflichten sich alle Teilnehmer, in einem bestimmten Zeitraum (November bis April) nicht mit dem Rauchen zu beginnen. Ehrlichkeit ist wichtig, denn die Schüler müssen ihre Erfolge selbst kontrollieren, protokollieren und eigenverantwortlich per Internet oder Post an die Veranstalter rückmelden, ob sie noch im Wettbewerb sind oder nicht.

 

  • Aktionstag in der Caritasklinik

„Sag NEIN!!! Zu Alkohol und Zigaretten!!!“ Unter diesem Motto steht die Veranstaltung für die Schüler der Klassenstufe 7 in der Caritasklinik Saarbrücken. Alkohol und Zigaretten als zwei in der Gesellschaft allgegenwärtige und akzeptierte Genussmittel, sind aus dem Alltag kaum wegzudenken. Umso wichtiger ist es, unsere Kinder auf deren Suchtpotential und die damit verbundenen negativen Folgen für Körper und Geist hinzuweisen. In Workshops erläutern Ärzte, Rettungssanitäter und Psychologen den Schülerinnen und Schülern nicht nur, wie es zur Sucht kommen kann, sondern Sie geben auch Tipps, wie man dies verhindern kann. Die Schüler lernen Tumore, Raucherbeine und Schädigungen des Herzkreislaufsystems als mögliche Folgen des Drogenkonsums kennen. Besonders beeindruckend finden sie Berichte Betroffener, die nicht rechtzeitig den Absprung geschafft haben und dies den Kindern lebensnah und authentisch schildern. 

 

  • Klasse 8

Welche Gefahren stehen hinter Alkohol, Cannabis und anderen Suchtstoffen? Wie wirken diese? Wie kann ich mich davor schützen? Wie kann ich betroffenen Freunden helfen?

Solche und andere Fragen stehen im Mittelpunkt der Veranstaltungen mit einem Verhaltenstrainer und Kriminalbeamten. Er lässt nicht nur zahlreiche Fallbeispiele aus dem erfahrungsreichen Leben eines Kriminologen einfließen, sondern erarbeitet mit den Schülern auch Problemlösungsstrategien für bestimmte Situationen.

 

  • Klasse 10

Ein Präventionsparcours mit dem Namen „Cannabis - ToGo“  für die Oberstufe wird an drei Terminen für eine Klasse 10 durchgeführt. Mitarbeiter vom Gesundheitsamt und vom Jugendamt vermitteln in diesem interaktiven Präventionsparcours fachlich fundierte und realistische Informationen zu der Droge, die in Deutschland am weitesten verbreitet ist. Ziel ist es, die Jugendlichen für den kritischen Umgang mit Cannabis zu sensibilisieren.

 

  • Klasse 11/12

Da Cannabis von vielen unterschätzt wird, wird auch für die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 11 und 12 eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Landeskriminalamt durchgeführt, in der es vor allem darum geht, die Gefahren des überhöhten Cannabiskonsums aufzuzeigen. Sowohl die gesetzgeberische Seite mit möglichen negativen Folgen beim „Erwischt-Werden“ als auch die Gefahren für Geist und Körper werden dabei beleuchtet.

 

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