Naturwissenschaften

Chemie an der MarienschuleDie Geschwindigkeit, mit der sich Auffassungen von gutem naturwissenschaftlichem Unterricht verändern, hat zugenommen. Reformen folgen so rasch aufeinander, dass selbst die Schnellsten den Trends nur hinterher hetzen können und dabei ständig befürchten müssen, als rückständig zu erscheinen. Die Richtung wird dabei von Denjenigen vorgegeben, die aus der Vielzahl zum Teil widersprüchlicher Forschungsergebnisse unbeschwert griffige Formeln ableiten und mithilfe moderner Medien rasch verbreiten. Die Entwicklung orientiert sich dabei allzu häufig am ständig wechselnden oft scheinbaren Bedarf des Arbeitsmarktes mit der Folge, dass Kernaufgaben der Lehrer immer weiter aus dem Blick geraten. Dazu gehören neben unseren christlichen Erziehungszielen insbesondere die Bereitstellung von Lernumgebungen zur bestmöglichen Entwicklung kognitiver Fähigkeiten sowie die Förderung von Interesse und Motivation unserer Schülerinnen und Schüler. Diese Ziele kennzeichnen uns als christliche Schule; Wissenschaft und Medien bestätigen diese Position. 

So schreibt beispielsweise Klaus Russ, jahrzehntelang Lehrer und Lehrerausbilder, in der FAZ (Das pädagogische Tamagotchi, 29. 11. 09): „In unseren Schulen jagt eine Innovation die andere. Die Didaktik blüht. Aber Lernen und Nachdenken sind mühselig wie eh und je.“ Und an anderer Stelle heißt es: „Die Polemik gegen abfragbares Wissen ist hoffähig – als gäbe es ein anderes.“ 

Prof. Elsbeth Stern von der ETH Zürich schreibt dazu: „… in einer Wissensgesellschaft benötigte Kompetenzen entwickeln sich nicht durch Reifung, sondern bedürfen von Anfang an der gezielten Anregung. Dies ist eine grundlegende Erkenntnis, die aber noch keine präzisen Anleitungen für die konkrete Gestaltung von Lerngelegenheiten erlaubt.“ An anderer Stelle geht sie auf ihre Forschungsergebnisse ein: „Ergebnisse der Kognitionsforschung (gemeint sind hier Expertiseforschung und die Vorhersage von Leistungsunterschieden) zeigen auf gerade überwältigende Weise, dass Wissen und nicht Intelligenz der Schlüssel zum Können ist.“ Und weiter heißt es: „Wer es jedoch nicht geschafft hat, seine Intelligenz in Wissen umzusetzen, der hat in dem entsprechenden Fachgebiet weniger Chancen als jemand, der bei schlechteren Ausgangsbedingungen mit vielleicht etwas größerer Anstrengung Wissen erworben hat. Wissen ist der entscheidende Schlüssel zum Können.“ Und weiterhin führt sie aus: „Die angesprochene negative Einstellung zum Wissen hängt möglicherweise mit einer einseitigen Betrachtungsweise zusammen, die Wissen auf eine Ansammlung von Fakten reduziert.“ …… „Intelligentes Wissen muss vom Lernenden konstruiert werden, indem er mit der neu eingegangenen Information an sein bereits bestehendes Wissen anknüpft. Je mehr Wissen er hat und je besser dieses strukturiert ist, um so leichter kann er neu eingehende Informationen aufnehmen.“ aus: Stern, E. (2003). Lernen ist der mächtigste Mechanismus der kognitiven Entwicklung: Der Erwerb mathematischer Kompetenzen. In: W. Schneider & M. Knopf (Eds.). Entwicklung, Lehren und Lernen: Zum Gedenken an Franz Emanuel Weinert. Göttingen: Hogrefe (pp. 207–217).

Diese Erkenntnisse rücken Wissen ins Zentrum des (naturwissenschaftlichen) Unterrichts und sehen Methoden zu seiner Vermittlung und Erklärung auf nachrangigen Plätzen. „Das ´wie´ sollte sich idealer Weise aus dem ´was´ ergeben,“ schreibt dazu Prof. Wolfgang Klafki, einer der bekanntesten deutschen Erziehungswissenschaftler der Gegenwart.

Wie konstruieren wir denn nun Lernumgebungen, die sich nicht ohne Weiteres aus wissenschaftlichen Modellen ableiten lassen? Als Basis dafür haben wir langjährige Unterrichtserfahrung und gesunden Lehrerverstand. Hinzukommen muss jedoch eine ständige inhaltliche und konzeptionelle Überprüfung unseres Unterrichts an den Bildungsinnovationen.

An der Marienschule bestehen in den Fachbereichen Chemie, Physik und Biologie ideale Voraussetzung für diese Art des Unterrichts und der Unterrichtsentwicklung. Hörsäle und Praktikumsräume auf dem neusten Stand und gut bestückte Sammlungen ermöglichen sowohl lehrer- als auch schülerzentriertes Unterrichten.

Eine Überforderung unserer Schülerinnen und Schüler durch Erprobungsphasen für neue Methoden vermeiden wir durch eine Auslagerung der Unterrichtsentwicklung. Authentische Lernumgebungen dafür bieten beispielsweise die Universität des Saarlandes, das Deutsche Museum in München oder die Cité des Sciences et de l´Industrie in Paris.

Eine Besonderheit stellen inzwischen die Exkursionen in die Cité dar, die seit dem Jahre 1999 regelmäßig durchgeführt werden und mittlerweile auch im Rahmen des Seminarfaches stattfinden. Im vergangenen Herbst kamen zum ersten Mal Besuche der Université Pierre et Marie Curie und des Institut France de Petrol hinzu.

Schließlich sind regelmäßige Besuche an der Universität des Saarlandes hervorzuheben. In dem Schülerlabor NanoBioLab beispielsweise wird selbständiges Experimentieren im Anschluss an ein abgeschlossenes Unterrichtsthema angeboten, das gewissermaßen zu einer Konsolidierung des Lernstoffes führt. Gut ausgestattete Laborplätze für jeweils Dreiergruppen von Schüler/-innen schaffen dort die Voraussetzungen für dieses sog. Forschende Experimentieren, bei dem die Vielfalt an Arbeitsgeräten die Konzeption mehrerer Lösungswege für ein und dieselbe Fragestellung ermöglicht. Dadurch werden Eigeninitiative und Autonomieerlebnis gefördert, die in der Pädagogischen Psychologie als wesentliche Merkmale konstruktivistischer Lernumgebungen und damit eines effektiven (naturwissenschaftlichen) Unterrichts gelten. Selbstverständlich übernehmen wir bewährte Versuche von dort in das reguläre Versuchsrepertoire der Marienschule.

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